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Steve Irwin starb am 04. September 2006 (22.02.1962 - 04.09.2006)

Der berühmte australische «Krokodiljäger» Steve Irwin ist bei Unterwasser-Filmaufnahmen im Great Barrier Reef von einem Fisch getötet worden. Der Stachelrochen versetzte dem 44-jährigen Fernsehstar einen tödlichen Stich in die Brust.

Nach Angaben von Rettungskräften war Irwin auf der Stelle tot; die mit einem Helikopter eingeflogenen Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen. Irwin sei durch Herzstillstand gestorben, sagte der Notarzt. Der Fernsehstar hatte in der beeindruckenden Unterwasserlandschaft des Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens an einem Dokumentarfilm gearbeitet. Die scheuen Stachelrochen haben an ihrer Schwanzflosse einen giftigen Stachel, den sie als Waffe einsetzen, wenn sie sich bedroht fühlen.

Irwin habe sich mit den Dreharbeiten so nahe an Stachelrochen in höchste Gefahr begeben, sagte der australische Naturfilmer David Ireland. «Sie haben einen oder zwei Stachel am Schwanz, die nicht nur von Gift umhüllt sind, sondern auch wie ein Bajonett wirken», erläuterte Ireland.

Steve Irwin hat nach der Attacke des Rochens den tödlichen Stachel noch aus seiner Brust gezogen. Das zeigen schockierende Filmaufnahmen von dem Unfall, die derzeit von der australischen Polizei ausgewertet werden. Sein Freund und Kollege John Stainton zeigte sich erschüttert von dem Video: "Es ist hart, das zu sehen, weil man sehen kann, wie jemand stirbt." Irwin sei direkt über dem Rochen gewesen, als dessen Stachel ihn traf. "Er zog in raus und in der nächsten Minute war er tot. Er stand immer am Abgrund. Er ist immer bis zum Limit gegangen, aber ich habe gedacht er sei unverwundbar und ich glaube, er hat das auch gedacht", sagte Stainton.

Keine Scheu vor wilden Tieren...
Der Australier, dessen Markenzeichen khakifarbene Shorts und Hemden waren, war über die Landesgrenzen hinweg mit Fernsehsendungen berühmt geworden, in denen er sich ohne Scheu mit wilden Tieren umgab. Die 1992 gestartete Sendung «Crocodile Hunter» («Krokodiljäger») wurde unter anderem im Discovery Channel gezeigt. Irwins Popularität brachte ihm auch eine Rolle in dem Hollywood-Streifen «Dr. Doolittle 2» an der Seite von Eddie Murphy ein.

Auch kritisiert ...
Einen Bärendienst hatte sich der Fernseh-Tierfreund erwiesen, als er vor zwei Jahren vor laufender Kamera ein vier Meter langes Krokodil mit der Hand fütterte, während er seinen erst einen Monat alten Sohn Bob auf dem Arm hielt. Selbst treue Fans fragten sich damals, ob Irwin noch recht bei Sinnen sei. Wegen der scharfen öffentlichen Kritik zog sich Irwin in Australien zurück.

… aber am Schluss gerühmt
Australische Politiker und Tourismusmanager würdigten derweil die Verdienste des «Krokodiljägers». Irwin habe dem Bundesstaat und ganz Australien viel gegeben, sagte der Ministerpräsident von Queensland, Peter Beattie. Der Chef des Tourismusrates, Matthew Hingerty, nannte Irwin eine «australische Ikone», die dem Land Hunderte Millionen Dollar an Tourismuseinnahmen gebracht habe. ustraliens Premierminister John Howard würdigte Irwin als "ein großartiges australisches Vorbild". Irwin sei in der Gesellschaft von wilden Tieren gestorben, die er so gerne gemocht habe. Irwin soll im Bundesstaat Queensland ein Staatsbegräbnis bekommen, sofern seine Familie zustimmt.

Steve Irwin hinterlässt eine Frau und zwei Kinder im Alter von drei und acht Jahren.

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